Niedere Tauern – Hochwildstelle Überschreitung

Der zweite (Und mein letzter) Tag unserer ersten heurigen Hüttentour, geplant:
Hans-Wödl-Hütte – Neualmscharte – Kleine Wildstelle – Nordgrat Hochwildstelle – Hochwildstelle – Südgrat – Preintalerhütte

Recht ausgeschlafen, trotz des Sturms in der Früh, der die Fensterbalken knallen liess, starteten wir nach dem Frühstück um 7:30.
Vorbei am Hütten- und Obersee, immer die Hochwildstelle im Blick gings in steiler werdendem, aber unschwierigem Gelände bis zur Neualmscharte (2347m, 2:20Std)

Von dort wirs etwas spannender, ein paar Mal braucht man für leichte Kletterei schon die Hände (ich jedenfalls). Über die Kleine Wildstelle kommt man nun zum Schlussanstieg über den Nordgrat, aus der Entfernung kann man sich da zwar keinen Weg vorstellen, aber einmal dort, sieht alles recht einfach aus. Ab der Hans-Wödl-Hütte brauchten wir inklusive Pausen 3:50Std  bis zur Hochwildstelle (2747m).

Am Gipfel sind wir dann nicht alleine, aber das perfekte Wetter mit angenehmen Temperaturen lädt zu einer ausgiebigen Pause ein (1 Std), während der ich auch Kraft für den Abstieg sammle.

Der Abstieg über den Südgrat ist nun das eigentliche Highlight der Tour, der Kommentar von bergsteigen.at sagt dazu : „Die Überschreitung der
Hochwildstelle über den Südgrat und der anschließende Abstieg über den
Normalweg zählen zu den schwersten und längsten Bergfahrten, die man in
den Schladminger Tauern unternehmen kann…“

Anstrengend wars dann gar nicht so sehr, aber sehr spannend: Relativ unschwierige, aber SEHR ausgesetzte Passagen stellen die Schwindelfreiheit immer wieder auf die Probe. Allerdings haben wir die Überschreitung ja in umgekehrter Richtung gemacht, vielleicht wars so leichter. Der viele Schotter im Nordgrat ist im Abstieg sicher unangenehmer.

Nach 45 Minuten kommen wir dann bei der Wildlochscharte (~2470m) an, ab hier gibt es keine Schwierigkeiten mehr, nur mehr am Wanderweg entlang die restlichen 800hm zur Preintalerhütte (1656m, 2 Std. ab Gipfel) abbauen. Unser ursprünglicher Plan sah nun eine gemeinsame Übernachtung vor, die frühe Ankunft auf der Hütte und der Wetterbericht für den nächsten Tag liess es aber ratsam erscheinen, nach Essen und Trinken (Saurer Radler) gleich zum Parkplatz Riesachfälle abzusteigen. Etwas skeptisch wegen der Zeitvorgabe des Hüttenwirts („2 Std brauchts schon, vielleicht 1:50, aber da brauchts euch auch nix einbilden“) haben wir dann Gas gegeben, sogar den Alpinsteig Höll samt 35m-Seil-Hängebrücke noch mitgenommen, und waren nach 1:20Std. unten beim Parkplatz. Die übriggebliebenen 30 Minuten wurden dann fürs Frischmachen und ein auch kaltes Fussbad in der Riesach (?) genutzt.

Abschliessend gings dann mit dem Bus nach Schladming, wo das Auto wartete.

Fotos von mir (Ixus 860), Florians hier (Nikon D80/16-85), Roberts Fotos gibts hier (Panasonic GF1), ein Beispiel:

(c) Robert

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